Modul für USB-WebCam von Phillips

 

Ich besitze eine Logitech QuickCam Pro4000. Diese Kamera wird nicht mehr von dem Linux-Kernel-2.6 unterstützt. Also bin ich auf die Suche im Internet gegangen und habe dort eine Anleitung gefunden, um ein Stand-Alone-Module für den Kernel-2.6 zu bauen.

 Zuerst muß man die pwc (Philips WebCam) Sources downloaden.

Download-URL:

HTTPS://www.saillard.org/linux/pwc/files

Auf der Konsole werden jetzt die Dateien in das Verzeichnis /usr/src/linux-2.6.8-xx.xx/drivers/pwc-10.0.6a entpackt, wobei das xx.xx für die aktuelle Kernelversion steht.

unpack-Befehl:

# tar xjf pwc-10.0.6a.tar.bz2

Nun wechselt man in das Source-Verzeichnis.

# cd pwc-10.0.6a

Im Anschluß wird das Modul compiliert.

# make

Man muß sich jetzt als root anmelden.

# su

# Paßwort

Existieren schon frühere pwc-Module, werden diese mit dem nachfolgenden Befehl gelöscht.# find /lib/modules/`uname -r` / -name "pwc*.ko*"

# rm

Die neu compilierten Module werden nun installiert.

# make install

oder man hat ein spezielles Verzeichnis für seine Module

# cp pwc.ko

Die map-files werden mit dem folgenden Befehl auf den neuesten Stand gebracht.

# depmod -a

Zum Schluß werden die alten Module (wenn vorhanden) entladen.

# rmmod pwcx

# rmmod pwc

und das neue Modul geladen.

# modprobe pwc

Um das Modul bei jedem Systemstart automatisch zu laden, kann man die nachfolgenden Zeilen in die Datei /etc/init.d/boot.local eintragen.

#Modul zuerst laden für USB-WebCam von Philips

modprobe pwc


Um das Bild auf den Bildschirm zu bringen benötigt man das Programm "motv" oder "camstream". Diese kann man als RPM-Paket von HTTPS://packman.links2linux.de/ herunterladen. Ich persönlich benutze camstream-030623-0.pm.0. Man startet das Programm auf der Konsole mit dem Befehl /usr/bin/camstream. Nach dem Start erscheint ein Fenster auf dem Desktop. Unter dem Menü "File" klickt man auf den Menüpunkt "Openviewer". Hier wählt man in der Auswahlbox seine WebCam aus, und schon ist das Bild auf dem Bildschirm. Am Bildrand oben hat man eine Memüleiste, wo man einige Einstellungen vornehmen kann. Am besten man probiert sie aus.